Hinweis zu diesem Teil der Website

Liebe Leser*innen,

in diesem Teil unserer Website finden Sie Informationen vom „Bündnis Windpark Winterstein“, das im September 2020 gegründet wurde und in dem sich inzwischen 29 Organisationen zusammengeschlossen haben, um für einen Windpark im Windvorranggebiet 7805 auf dem Winterstein einzutreten. Verantwortlich für die Veröffentlichungen zeichnet der Sprecher*innenkreis des Bündnisses:

Dr. Werner Neumann (BUND Wetteraukreis), Diethardt Stamm  (Energiebildungsverein), Jan Kühnemund (Fridays for Future Friedberg/Bad Nauheim), Volkmar Heitmann (Wetterau im Wandel), Klaus Kissel  (Bürger*innen-Bündnis WIR), Betina Quägber-Zehe (Die Grünen Rosbach), Hans-Dieter Wagner (Querstellen-Friedberg).

Querstellen stellt seine Website zur Verfügung, da das Bündnis bisher noch keine eigene Website unterhält. Alle Beiträge zum Windpark Winterstein, die von Querstellen selbst stammen, finden Sie weiterhin unter dem Menüpunkt Wind+Sonne.

Besuch der Windräder in Bruchenbrücken

Die inzwischen dritte Windenergie-Exkursion des Bündnisses Windpark Winterstein führte am 29. Mai 2022 zu den drei Windrädern bei Bruchenbrücken. Per Rad oder zu Fuß kamen ca. 80 Personen von Friedberg, Bruchenbrücken, Wöllstadt und Rosbach zur Information und um einen Blick in den Turm des Windrades zu werfen. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Dirk Antkowiak und Bündnissprecher Hans-Dieter Wagner, stellten Projektleiter Grundl und Betriebsleiter Waldmann des Betreibers EnBW, die eigens aus Stuttgart angereist waren, die Anlagen vor.

Die drei Anlagen aus südöstlicher Richtung.

Die 3 Windräder vom Typ Vestas V 90 haben einen Rotordurchmesser von 90 m und eine Nabenhöhe von ca. 95 m. Ihre Nennleistung beträgt 2 MW, was im Vergleich zu heutigen Anlagen noch relativ wenig ist. Trotzdem erzeugt nur eine Anlage so viel Strom, wie ca. 725 Haushalte mit 4 Personen (bei ca. 4600 kWh) verbrauchen.

Der Fraktionsvorsitzende der Linken, Sven Weiberg, schilderte in einem kurzen Rückblick, dass schon seit etwa 2005 um die Windräder gerungen wurde. Zu dieser Zeit waren noch fast alle dagegen und es hatte sich eine Bürgerinitiative gegen die Windräder gegründet. Lange Zeit versuchten auch die Kommunen Ober-Wöllstadt und Friedberg mit Klagen und Veränderungssperren die Anlagen zu verhindern. Alle Einwände entpuppten sich jedoch als unhaltbar und wurden entsprechend von den Gerichten abgewiesen, so dass 2011 die Firma ABO Wind endlich bauen konnte.

Die kurze Historie machte auch deutlich, dass die Windenergie in den letzten 15 Jahren in unserer Region eindeutig mehr Akzeptanz gewonnen hat.

Da sich etwas östlich der bestehenden Anlagen ein kleines, schmales Windvorranggebiet befindet, plant der neue Eigentümer EnBW zwei weitere, deutlich leistungsfähigere Anlagen. Eine etwas nordöstlich gelegene Anlage, z.B. Typ V 162 mit 162 m Rotordurchmesser und einer Nabenhöhe von ca. 170 m und eine südlich gelegene Anlage mit einem Rotordurchmesser von 132 m. Durch die Weiterentwicklung der Technik und die größere Höhe werden sie deutlich leistungsfähiger sein. Pro Höhenmeter ist mit einem Ertragsgewinn von ca. 0,5 – 1 % zu rechnen. Die Anlagen werden eine Nennleistung von ca. 6 MW und 4 – 4,5 MW haben. Allein das größere Windrad produziert damit so viel Strom wie alle drei derzeit bestehenden. Der komplette Windpark wird zusammen mehr Strom erzeugen als ganz Friedberg verbraucht. Das ist durchaus ein passabler Beitrag zur Energiewende.

Projektleiter Grundl von EnBW stellt die Windenergieanlagen vor.

Die Teilnehmenden stellten zahlreiche Fragen, z.B. zu Abschaltregelungen, zum Rückbau nach Ablauf der Betriebszeit, zum Standort der neuen Anlagen oder zum Baubeginn. Herr Grundl von EnBW konnte jedoch zu Letzterem noch keine zuverlässige Aussage treffen, denn noch sind Fragen mit der Deutschen Flugsicherung im Zusammenhang mit dem Drehfunkfeuer in Erbstadt zu klären, die allerdings spätestens durch die geplante Umstellung auf Digitaltechnik entfallen werden. Deshalb kann er weder einen Zeitpunkt für den Baubeginn noch exakte Details zur Projektierung sagen, die sich im Genehmigungsverfahren auch noch ändern können.

Der Friedberger Ulrich Dörper, der häufig im Bereich der Windräder sportlich unterwegs ist, befragte die Landwirte Lebeau und Friedewald von den Aussiedlerhöfen im Görbelheimer Grund, die nur 600 –700 m entfernt liegen, welche Erfahrungen sie mit den Windrädern in ihrer unmittelbaren Umgebung machen. Beide Landwirte können keine Beeinträchtigungen durch Schall oder Schattenwurf beobachten. Den Bau der Windräder, der reibungslos und ohne Störungen von statten ging, erlebten sie eher als eine Attraktion. Die geschotterte Zufahrt und der Kranstellplatz am Windrad sind für ihre landwirtschaftlichen Maschinen sogar von Vorteil. Die Frage nach Vogelschlag wurde ganz lapidar beantwortet: „ Kein Vogel ist so blöd und fliegt gegen das Windrad.“ Sie hätten jedenfalls noch keine toten Vögel gefunden. Beeinträchtigungen gibt es für diejenigen, die in unmittelbarer Nähe leben, offenbar keine, aber sie fühlen sich nicht immer rechtzeitig und umfassend von Stadt und Unternehmen informiert. So vermissen sie auch jetzt genauere Aussagen zu den aktuellen Planungen. Herr Grundl sagt Informationen über den Planungsstand zu, sobald es konkretere Entwicklungen gibt.

Bürgermeister Antkowiak erläutert den Planungsstand am Winterstein.

Auch das zukünftige Großprojekt Windpark Winterstein spielte bei dem Treffen eine große Rolle. Bürgermeister Antkowiak verwies auf die breite Mehrheit in den Parlamenten der Anrainerkommunen, die dem Windpark in der „Absichtserklärung“ zugestimmt haben. Er betonte auch, dass alle an einem gemeinsamen Windparklayout mit einer bestmöglichen Anzahl an Windrädern interessiert sind. Ihm sei die direkte Beteiligung der Kommunen und Bürger*innen mit eigenen Anlagen ein großes Anliegen, weshalb sich die Kommunen auch nicht dem bereits in Kürze erfolgenden  Ausschreibungsverfahren von Hessenforst angeschlossen hätten, sondern nach der Sommerpause eine eigene Ausschreibung planen, bei der Beteiligungskonzepte eine größere Rolle spielen sollen.

Diethardt Stamm und AnwohnerInnen vom Görbelheimer Grund.

Johannes Contag, Stadtratsmitglied der Grünen, begrüßte gemeinsam mit Bündnissprecher Diethardt Stamm, dass jetzt auf dem Winterstein ein großer gemeinsamer Windpark entstehen soll und dass die Positionen von Stadt und Bündnis Windpark Winterstein hierbei viele Gemeinsamkeiten aufweisen.

Stamm kritisierte aber auch deutlich, dass Hessenforst jetzt umgehend – quasi im Alleingang – seine Flächen ausschreiben will, was im Grunde dem in der Absichtserklärung beschlossenen, gemeinsamen Vorgehen widerspräche.

Dass in Hessen der Ausbau der Windenergie stockt und 2022 bisher gerade einmal ein Windrad errichtet wurde, führt Stamm u. a. auch auf Hessenforst zurück. Hessenforst erwarte Pachtgebühren von über 200.000 € je Windrad und außerdem noch eine 20%ige Umsatzbeteiligung. Dadurch werde eine Beteiligung der Bevölkerung weitgehend ausgehebelt. Er appellierte an die Landesregierung, das Ausschreibungs- und Vergabeverfahren zu ändern, um die Beteiligung von Kommunen und Bürger*innen zu stärken. Er untermauerte diese Kritik mit Zitaten aus einer großen aktuellen Anfrage der SPD an die Landesregierung.

Auch Dr. Werner Neumann, Bündnissprecher und Kreisvorsitzender des BUND Wetterau, betonte die zentrale Bedeutung der Bürgerbeteiligung: „Strom der hier produziert wird, soll auch mit den Menschen verbunden sein.“ Die Region, die Kommunen und die Bürger sollen sich finanziell beteiligen können. Dazu gäbe es viele Möglichkeiten, z.B. Zuwendungen an die Kommunen nach dem EEG, aber auch verbilligten Strom für die Anwohner. (Das Bündnis wird sich hierzu noch ausführlicher äußern.) Neumann verwies darauf, dass  nach der Europäischen Union „Erneuerbare Energiegemeinschaften“ möglich sein sollen, in denen gemeinsam Strom erzeugt, vertrieben und verbraucht wird. Er ist überzeugt, dass die Beteiligung der Bürger*innen Voraussetzung und Erfolgsrezept für die Umsetzung der Energiewende ist.

Da bei diesem Treffen auch wieder die Frage nach der Anzahl möglicher Windräder auf dem Winterstein gestellt wurde, veröffentlichen wir hier mit Vorbehalt ein vom Bündnis entworfenes, fiktives Windpark-Layout. Selbstverständlich ist ein solcher Windpark von erfahrenen Projektierern nach umfangreichen Untersuchungen zu entwickeln und wird am Ende des Prozesses sicher anders aussehen. Wir veröffentlichen unseren internen Entwurf dennoch, weil in der Öffentlichkeit ein großes Bedürfnis nach Informationen besteht und selbst in der Presse oft noch ältere, lange überholte Überlegungen verbreitet werden. Der Entwurf soll eine grobe Orientierung über das Windvorranggebiet Winterstein bieten und zur Diskussion in diesem offenen Prozess beitragen.

Dieses fiktive Parklayout des Bündnisses Windpark Winterstein steht als Download zur Verfügung.
Fiktives Parklayout des Bündnisses Windpark Winterstein, März 2022. Alle Angaben ohne Gewähr!

Einige zentrale Forderungen des Bündnisses Windpark Winterstein wurden auch bei dieser Exkursion sichtbar: Wir erwarten einen maximal möglichen Beitrag zum Klimaschutz durch einen energetisch optimierten Windpark. Dieser Windpark soll mit Windrädern neuester Bauart einen größtmöglichen Ertrag erzielen und gemeinsam projektiert und betrieben werden. Der Windpark soll auch der regionalen Wertschöpfung dienen, denn nach unserer Überzeugung sollen diejenigen, die im Umkreis um einen Windpark leben, auch einen unmittelbaren Nutzen von ihm haben. Wesentlich für Akzeptanz und Mitwirkung, das zeigte sich auch erneut bei dieser Veranstaltung,  ist die frühzeitige Einbindung und aktive Beteiligung der Bevölkerung. Dann werden sich hoffentlich in einigen Jahren Bürgerwindräder mit den wohlklingenden Namen „Die flotte Frida“ oder „Der fixe Fritz“ auf dem Winterstein drehen und sauberen Strom für uns produzieren.

Windradbesichtigung bei Bruchenbrücken

Nach dem Besuch der Windparks „Vier Fichten“ bei Wächtersbach und „Siegfriedeiche“ bei Grävenwiesbach führt das Bündnis seine Exkursionen zu Windenergieanlagen in unserer Region fort:

Am Sonntag, dem 29. Mai, geht es in einer gemütlichen Fahrradtour zu den drei Windrädern bei Bruchenbrücken. Die Fahrradtour startet um 14 Uhr vom Parkplatz an der Friedberger Stadthalle und die Information findet um 15 Uhr an den Windrädern statt.

Radtour zu den Windrädern bei Bruchenbrücken

Mitarbeiter des Betreibers EnBW (Energie Baden- Württenberg AG) informieren über die bereits vorhandenen und die zwei neu geplanten Anlagen. Sogar ein Blick in den Turm eines Windrades wird möglich sein. Bürgermeister Antkowiak und Stadtverordnete aus Friedberg berichten. Anwohner aus unmittelbarer Nähe erzählen von ihren Erfahrungen mit den Windrädern und beantworten Fragen der Teilnehmenden. Auch auf den aktuellen Planungsstand zum Windpark Winterstein werden Bürgermeister, Stadtverordnete und Vertreter des Bündnisses eingehen.

Mit seinen Windenergie-Exkursionen will das Bündnis über Windenergie informieren, Vorurteile abbauen und Interessierten die Möglichkeit geben, sich selbst einen persönlichen Eindruck zu verschaffen. Auch soll die Forderung unterstrichen werden, dass die Bürger*innen frühzeitig in den Planungsprozess einzubinden und nicht erst nach Abschluss der Planung zu informiert sind. Durch eine frühzeitige Beteiligung wird die Identifikation der Bürgerschaft mit ihrem Windpark entscheidend gestärkt. Auch fordern wir, dass diejenigen, die den Windpark täglich sehen, auch einen finanziellen Nutzen von ihm haben sollen.

Nähere Informationen zur Veranstaltung, einschließlich Zeit- und Lageplan, können der PDF-Einladung entnommen werden, die sich zur einfacheren Orientierung leicht ausdrucken lässt. Wer nicht an der familientauglichen Fahrradtour teilnehmen will, kann natürlich auch gerne zu Fuß von Friedberg, Bruchenbrücken oder Ober-Wöllstadt zur Information ans Windrad kommen. Zur Erleichterung der Vorbereitung bitten wir um eine kurze Anmeldung unter querstellen-friedberg@t-online.de

Friedberg beim Windpark Winterstein dabei!

Das Bündnis Windpark Winterstein begrüßt, dass die Stadtverordnetenversammlung in Friedberg am 17. Februar 2022 der Errichtung eines Windparks auf dem Winterstein zugestimmt hat. Der Weg für eine gemeinsame Planung zwischen Hessenforst, Bundesforst und den anderen beteiligten Kommunen wird damit frei. Es hat sich gelohnt, dass sich das Bündnis beharrlich gegen den alten Bebauungsplan engagierte, der sich als rechtswidrig herausgestellt hat. Wir brauchen gerade in Hessen einen deutlichen Ausbau der Windenergie für den Ausstieg aus der Kohle und für den Klimaschutz. Ein Windpark auf dem Winterstein ist dazu ein wichtiger Beitrag. Wir begrüßen daher, dass die Blockadehaltung um den Winterstein aufgegeben wurde und sich eine Mehrheit für den Windenergiepark abzeichnet. Ober-Mörlen wird voraussichtlich am 3. März entscheiden und Wehrheim, das bisher abseits steht, hat auch später noch die Chance sich zu beteiligen.

Gemeinsame Planung für möglichst viel Windstrom

Erfreulich ist auch, dass die Bundes- und Landesforstverwaltungen Ausschreibungen für Windenergieanlagen in Aussicht gestellt haben und immer mehr Projektierer und potentielle Investoren Interesse zeigen. Eine gemeinsame Planung unter Einbeziehung aller Eigentümer, Kommunen und der Bürgerschaft ist für uns von zentraler Bedeutung. Ziel muss ein energetisch optimierter Gesamtplan sein, wie es auch in der Absichtserklärung formuliert wurde. Anzustreben ist daher, dass Hessen- und Bundesforst gemeinsam mit den Kommunen agieren und auch die Menschen vor Ort frühzeitig einbeziehen.

Windenergie hilft bei Aufforstung

Positiv werden auch die Neuregelungen der Bundesregierung zur Flugsicherung beurteilt, dank derer Baubedenken für Windkraftanlagen auf dem Winterstein entfallen. Von der 414 ha umfassenden Gesamtfläche werden maximal 10 ha von den Windrädern beansprucht, am besten auf den durch Klimawandel geschädigten Waldflächen. Über 400 ha werden somit als Natur- und Erholungsraum verbleiben und die Aufforstung könnte aus den Erträgen der Windstromerzeugung finanziert werden.  Der Windpark würde dann einen Beitrag dazu leisten, dass es den Bäumen, bedingt durch ein verbessertes Klima, wieder etwas besser geht.

Bürgerbeteiligung durch Rendite und Strombezug

Zentrales Ziel des Bündnisses ist die Bürgerbeteiligung. Wer einen Strombezug vom Winterstein oder einen Geldbezug von einer Anlage erhält, wird auch einen guten Bezug zum Projekt haben. Neben Renditen aus direkten Investitionen von Bürger:innen und Kommunen soll es für Anwohner:innen im Umkreis des Windparks auch möglich werden, den Strom zu einem günstigeren Tarif zu erhalten. Derzeit treibt Kohlestrom die Preise hoch. Mit mehr Wind- und Solarstrom wird Strom wieder preiswerter. Zudem können Kommunen aufgrund von Gesetzen ca. 25.000 € im Jahr pro Anlage erhalten. Pachteinnahmen von Hessenforst werden teilweise an Kommunen weitergegeben. Unser Ziel ist daher nicht nur Akzeptanz, sondern auch konkrete Bürgerbeteiligung. Das Bündnis bereitet dazu Angebote gemeinsam mit dem Landesnetzwerk der Energiegenossenschaften (LaNEG) vor, damit die Anlagen auf dem Winterstein zu Bürgerenergieanlagen werden!

Das Bündnis Windpark Winterstein mit seinen 29 Partnerorganisationen versteht sich als Anwalt für Klima- und Naturschutz, Energiewende und die Belange der Anwohner:innen um den Winterstein. Das Bündnis bietet daher weiterhin allen Beteiligten seine Unterstützung an.

Für das Bündnis Windpark Winterstein: Dr. Werner Neumann (BUND, Kreisverband Wetterau), Diethardt Stamm (Energiebildungsverein), Hans-Dieter Wagner (Querstellen-Friedberg)

Windparkbegehung in Grävenwiesbach

Am Sonntag, dem 7. November 2021 führte das Bündnis Windpark Winterstein eine zweite Windpark-Exkursion, diesmal zum Windpark Siegfriedeiche in Grävenwiesbach durch. Der Spaziergang bot den 85 Teilnehmenden die Möglichkeit, einen Windpark im Wald  möglichst hautnah zu erleben und fachkundige Informationen zu erhalten. „Damit wollen wir zu einer Versachlichung der Diskussion um die Windkraft beitragen“, sagte Hans-Dieter Wagner bei der Begrüßung im Name der 29 Partnerorganisationen. Am Fuß der Windräder gab es entsprechend reichliche Informationen zu Technik, Flächenbedarf, Vogelschutz etc. Auch Fragen der 85 Teilnehmenden wurden beantwortet.

Diethardt Stamm vom Energiebildungsverein stellte einige der nächsten Schritte des Bündnisses Windkraft Winterstein vor, mit denen man einer Bebauungsplanung näher kommen möchte. So sollen die bisher intern ermittelten 22 Windkraftanlagenstandorte noch in diesem Jahr mit Experten des potenziellen Investors ABO Wind besprochen werden. Ähnliches wird dann im Januar für eine weitere Meinungsbildung mit den Fachleuten von EnBW als weiterem möglichem Investor abgeklärt. Stamm verwies auch auf eine neue Umfragestudie zur Akzeptanz der Windenergie an Land. Nach dieser erklären 80 % der Bevölkerung Windkraft als wichtig und 91 % möchten „frühzeitig und angemessen“ über die Planungen informiert werden. 79 % wollen eine Beteiligung der Kommunen und mindestens teilweise eine Umsetzung als Bürgerenergieprojekt. „Wir betrachten diese Studie für unser Bündnis genauso wie für die beteiligten Kommunen als Aufgabe für die nächsten Realisierungsphasen auf dem Winterstein“ sagte Stamm.

Hans-Dieter Wagner von Querstellen-Friedberg erläuterte den Flächenbedarf von Windrädern im Wald. Er beträgt dauerhaft etwa 0,5 ha (5000 m²), der Betonsockel umfasst ca. 300 m², Kranstellfläche und Wege werden lediglich geschottert und nicht versiegelt. Veränderungen des Wasserhaushaltes im Wald treten hierdurch nicht ein. Windkraft beansprucht im Verhältnis zu anderen Formen der Energiegewinnung, z.B. im Vergleich zur Braunkohle, sehr viel weniger Fläche. Für die genutzten Waldflächen, auch wenn es Windwurfflächen sind, werden Aufforstungen oder andere Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt.

Dr. Werner Neumann vom BUND betonte, dass für den Ausbau der Windenergie im Wald in Hessen maximal 0,1 % der Waldfläche benötigt würde. Alle vorhandenen Waldwege würden hingegen 5-10 % des Waldes einnehmen. Zum Schutz von Vögeln und Fledermäusen sei ein mehrstufiges Verfahren erfolgt. Zunächst werden Vorranggebiete von 2 % der Landesfläche, wie am Winterstein, festgelegt, wo viel Wind weht und Schwerpunkträume geschützter Arten ausgenommen worden seien. Dann erfolgt die Genehmigungsplanung, bei der im Gebiet alle relevanten Arten genau untersucht werden. Falls erhebliche Beeinträchtigungen zu erwarten seien, würden – wie in Grävenwiesbach – zeitlich begrenzte Abschaltungen erfolgen. Da dies meist im Sommer erfolge, wäre der Verlust von Energie gering. Schließlich würden die Betreiber Maßnahmen zur Förderung gefährdeter Arten durchführen, die auch unter vielen anderen Einwirkungen leiden würden. So profitiere auch der Naturschutz in der Region von der Windenergie. Durch den Ersatz von Kohlestrom würde ein zentraler Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Dies diene auch dem globalen Naturschutz, da sich Pflanzen und Tiere nicht an den rasanten Klimawandel anpassen könnten.

Bürgermeister Roland Seel (CDU) von Grävenwiesbach
Bürgermeister Roland Seel

Besonders begrüßt wurde Bürgermeister Roland Seel (CDU) aus Grävenwiesbach, der erläuterte, wie die Entscheidungen zugunsten des im Mai 2020 eingeweihten Windparks gefallen sind. Der finanzielle Nutzen für die Gemeinde sei entscheidend gewesen. Die Gemeinde profitiere durch Pachteinnahmen und Gewerbesteuer. Die Bevölkerung war von Beginn an eingebunden und konnte sich über einen „Windsparbrief“ finanziell beteiligen. Die Sparbriefe in Höhe von insgesamt 500.000 € waren innerhalb eines Tages vergriffen. Künftig sei denkbar, dass die Bürger:innen auch Strom von den Anlagen günstiger beziehen könnten. Man werde die Welt zwar allein durch diesen Windpark nicht retten, leiste aber verantwortungsvoll einen eigenen Beitrag zur Bekämpfung der Klimaerhitzung. Alle 6 Windräder stehen auf dem Gebiet der Gemeinde Grävenwiesbach, drei auf Gemeindegebiet, drei auf Gebiet von HessenForst. Aktuell wird der Bau von zwei weiteren höhere und damit leistungsstärkeren Windenergieanlagen überlegt, die neben der CO2-Einsparung auch deutlich höhere Einnahmen erbringen würden. Herr Seel ist recht zuversichtlich, dass es zu einer Realisierung kommen wird. Bei seinem Vortrag betonte er mehrfach, dass er selbst sich bei der Entstehung des Windparks stets als Moderator sah, der lediglich begründete Vorschläge unterbreitete, über die aber das Gemeindeparlament entscheiden musste. Dank seines Engagements und der offenbar gelungenen Kommunikation mit Befürwortern und auch Gegnern der Windkraft hat Grävenwiesbach heute einen deutlichen Vorsprung gegenüber anderen Kommunen.

Teilnehmende bei der Begehung des Windparks in Grävenwiesbach. Fotos: Tim Wagner

Eine so pragmatische und zupackende Haltung wünschten sich viele der Teilnehmenden auch von der Politik in den Anrainerkommunen um den Winterstein. Durch die bisherige Windenergie-Verhinderungspolitik wurde in den letzten 10 Jahren nicht nur die Klimaerhitzung weiter vorangetrieben, sondern den Bürger:innen wurden auch Einnahmen vorenthalten, mit denen die Kommunen ihre Finanzsituation hätten verbessern können. Da auch Politiker verschiedener Parteien anwesend waren, hofft das Windpark-Bündnis, dass das Umdenken für die Windenergie am Winterstein durch die positiven Erfahrungen, wie sie z.B. in der Gemeinde Grävenwiesbach gemacht wurden, beschleunigt wird.

Begehung des Windparks Grävenwiesbach

Windparkbegehung Grävenwiesbach mit voraussichtlichem Rundgang

Liebe Bürger:innen und Windenergieinteressierte,

das Bündnis Windpark Winterstein setzt seine Exkursionen zu Windparks in der Region fort und lädt Sie ganz herzlich dazu ein.

Am 7. November 2021 findet um 14 Uhr eine Begehung des Windparks „Siegfriedeiche“ in Grävenwiesbach statt.

Besonders erfreulich ist, dass Bürgermeister Roland Seel (CDU) aus Grävenwiesbach über die Entstehung des Windparks und seinen Nutzen für die Kommune berichten wird. Er und Sprecher:innen des Bündnisses Windpark Winterstein werden gerne Fragen der Teilnehmenden, z.B. zu Flächenbedarf, Naturschutz, Bürgerbeteiligung, ökologischem und ökonomischem Nutzen etc. beantworten. Da das Waldgebiet dem Winterstein ähnelt, kann man einen guten Eindruck gewinnen, wie ein zukünftiger Windpark auf dem Winterstein aussehen könnte. Die max. zweistündige Begehung ist für Laien, Fachleute und Kommunalpolitiker:innen gleichermaßen interessant.

Bitte beachten Sie die aktuellen Corona-Regeln und melden Sie sich deshalb möglichst auch kurz unter querstellen-friedberg@t-online.de an. Danke. Hier geht es zur Einladung mit Lagekarte.

Windkraft zum Anfassen – Begehung eines Windparks bei Wächtersbach

Das Bündnis Windpark Winterstein organisierte am 18. September in Kooperation mit dem Landesnetzwerk der Energiegenossenschaften in Hessen eine Exkursion zum Windpark „Vier Fichten“ bei Wächtersbach.

Aufgrund seiner Lage mitten im Wald, auf einem Bergrücken, der annähernd die Höhe des Wintersteinkamms besitzt, konnten die über 60 Teilnehmenden einen gute Vorstellung von einem zukünftigen Windpark auf dem Winterstein entwickeln. Mit dieser Begehung leistete das Bündnis einen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion um die Windkraft. Die oft von Gegnern verbreiteten Horrorvisionen von zubetoniertem Wald, Lärm und Naturzerstörung relativierten sich vor Ort sehr rasch. Die 12 Windenergieanlagen sind in den Wald eingebettet und beeinträchtigen andere Funktionen des Waldes nur minimal. Der Windpark ist inzwischen geradezu eine Attraktion für Wanderer geworden. Es wird sehr deutlich, dass der Nutzen einer sauberen, CO2-freien Energiegewinnung den Eingriff in die Natur bei Weitem übertrifft.

Jürgen Staab vom Landesnetzwerk der Energiegenossenschaften Hessen (LaNEG) informierte über die Entstehung des Windparks „Vier Fichten“, gab allgemeine Informationen zum Windpark und beantwortete die vielen Fragen der Teilnehmenden. Erste Planungsgespräche fanden im Jahr 2012 statt und 2013/14 wurden durch die in der Region ansässige Firma „Renertec“ 12 Windenergieanlagen mit je 3 MW Nennleistung errichtet, wobei 7 Anlagen auf dem Gelände von Wächtersbach und 5 in Gründau stehen. Insgesamt können sie für bis zu 70.000 Menschen CO2-freien Strom produzieren. Die Teilnehmenden erfuhren zahlreiche Details, u.a. dass bereits nach 4 Monaten Betriebszeit das bei Herstellung der Anlage entstandene CO2 wieder eingespart ist. Obwohl Abschaltautomatiken vorhanden sind, die bei bestimmten Wetterlagen und zum Schutz von Fledermäusen die Windräder stoppen, beträgt die Abschaltzeit lediglich 0,2%.

Juergen-Staab-Vorsitzender-des-Landesnetzwerkes-der-Energiegenossenschaften-beantwortet-Fragen-zum-Windpark-Vier-Fichten-

Diethardt Stamm vom Energiebildungsverein forderte dazu auf, jetzt rasch in konzertiertem Vorgehen den Windpark Winterstein zu entwickeln und dabei das Bündnis Windpark Winterstein als breites Bürger:innen-Bündnis mit einzubeziehen. Aktuell diskutiere man schon wieder in den vier betroffenen Kommunen eine sog. Absichtserklärung, verzögere  das Verfahren durch Verschiebungen in Ausschüsse und nehme das dann sogar „aus aktuellen Gründen“ wieder in Kommunalparlamenten von der Tagesordnung. „Man könne zwar die Angst mancher Kommunalpolitiker:innen vor der Bundestagswahl teilweise nachvollziehen, aber darüber habe die Verantwortung für die Bevölkerung, die Natur und das Klima zu stehen“, sagte Diethardt Stamm. Deshalb werde man direkt nach der Wahl neue Analysen zur Bebauung der Fläche auf dem Winterstein veröffentlichen und noch einmal versuchen, mit den verschieden Flächeneigentümern gemeinsam ins Gespräch zu kommen. Dabei werde man auch das hessische Umweltministerium zur Vermittlung mit einbinden. Eventuell könnte der entstehende Windpark auch gänzlich oder teilweise durch ein Konglomerat von Energiegenossenschaften in Hessen finanziert und erworben werden. Hierbei könnte auch das Landesnetzwerk (LaNEG), in dem 30 Energiegenossenschaften hessenweit organisiert sind, Unterstützung leisten.

Dr. Werner Neumann vom BUND unterstrich die Notwendigkeit eines raschen Ausbaus der Windenergie, ohne die die notwendige Energiewende nicht zu schaffen ist. Er stellte klar, dass die Windenergie mehr von der Politik als vom Wind abhängig ist. Er erläuterte auch, dass Windkraft dem Wald hilft und nicht schadet. Nicht nur durch die CO2-Reduktion, sondern auch z.B. durch die als Ausgleichsmaßnahmen vorgenommenen Aufforstungen. Vom tatsächlichen Flächenbedarf eines Windrades, der bei Weitem nicht so hoch ist wie von den Gegnern immer dargestellt, konnten sich die Teilnehmenden direkt vor Ort einen guten Eindruck verschaffen.

Geschäftsführer Stefan Heimrich erläutert die Windradtechnik und die Teilnehmenden haben Gelegenheit die 'Schöne Gela' zu besichtigen.

Zum Schluss der Wanderung hatten die Teilnehmenden dann Gelegenheit, die „Schöne Gela“, das Windrad der Energiegenossenschaft Main-Kinzigtal eG, kennenzulernen und sogar von innen zu besichtigen. Geschäftsführer Stefan Heimrich erläuterte die Technik der „Schönen Gela“.  Ihre Nabenhöhe beträgt 140 m und der Rotordurchmesser 112 m. Obwohl sie somit deutlich kleiner ist als heute errichtete Anlagen, liefert sie jährlich im Schnitt rund 6.000.000 kWh Strom, insgesamt inzwischen ca. 45.000.000 kWh.  Die genauen technischen Daten der „Schönen Gela“ sind hier nachzulesen. Der Energiegenossenschaft Main-Kinzigtal gelang es, innerhalb von nur 6 Wochen ca. 1,5 Millionen € als Grundstock für den Kauf des Bürgerwindrades einzusammeln, das aktuell etwa 4% Rendite abwirft, wobei die Tendenz steigend ist, denn die Kreditzinsen sinken ja kontinuierlich. 130 Bürger:innen aus den umliegenden Kommunen sind an der „Schönen Gela“ beteiligt. Das Windrad befindet sich mit allen 12 Anlagen in einem gemeinsamen „Pool“, damit Einnahmen und Risiken gleichmäßig verteilt werden.

Hans-Dieter Wagner u.a. Redner erinnerten auch an die bevorstehende Bundestagswahl, die entscheidende Bedeutung für die Eindämmung der Klimakatastrophe hat. Energiewende und Klimaschutz dürften ökonomischen und sozialen Interessen nicht nachgeordnet werden. Die Folgen des menschengemachten Klimawandels und die unvorstellbaren Kosten treffen vor allem die sozial Schwächeren. Es gelte daher Parteien zu wählen, die den Schutz des Klimas als vorrangig verstehen und nicht nur mit Einschränkungen vertreten. Auch zur Unterstützung des am 24. September stattfindenden Klimastreiks von Fridays for Future wurde aufgerufen.

Die FDP „profiliert“ sich erneut „dreist und unwissend“ als Windkraft-Gegner

Sowohl die FDP in Friedberg als auch in Rosbach versuchen – trotz Absichtserklärung – einen Windpark auf dem Winterstein in altbekannter Weise zu unterlaufen. In Rosbach beschwört die FDP das Horrorszenario eines „Industriegebietes“ auf dem Winterstein herauf, in dem „tausende Tonnen Stahl und Beton“ verbaut werden und neu zu bauende Straßen die Natur zerstören. Güssgen-Ackva von der FDP in Friedberg stößt erwartungsgemäß ins selbe Horn und nennt den Windpark eine „gigantische Naturzerstörung“. Diese Behauptungen können wir nur mit „dreist und unwissend“ zusammenfassen. Die Wetterauer Zeitung übernahm diese Formulierung als Titel für ihren Artikel vom 15.09.2021, in dem sie sich ausführlich mit unserer Pressemitteilung beschäftigte.  Den Wortlaut unserer Pressemitteilung zur FDP-Position können Sie hier nachlesen.

Bündnis Windpark Winterstein zur „Absichtserklärung“ der Anrainerkommunen

In einer Presseerklärung nahm das Bündnis Windpark Winterstein am 03. 09.2021 Stellung zur sog. „Absichtserklärung“, die aktuell in den Gremien der vier Kommunen diskutiert wird. Die öffentliche Gremienvorlage der Stadt Rosbach können Sie hier einsehen. Das Bündnis Windpark Winterstein stellte dazu in einer Pressemitteilung fest, dass die bisherige Verhinderungspolitik der vier Kommunen gescheitert ist und jetzt in Gesprächen mit Hessenforst und Bundesforst nach einem Ausweg gesucht wird.

In der diskutierten Gremienvorlage bewegen sich die Kommunen zumindest auf unsere Position zu. So ist dort z.B. zu lesen, „dass die Ausnutzung des Windparkpotenzials des Gesamtstandortes prioritäres Ziel ist.“ Allerdings muss deutlich kritisiert werden, dass ein gemeinsamer Runder Tisch abgelehnt wird und sowohl das Windpark-Bündnis als auch die Bürgerschaft insgesamt nicht in die Gespräche eingebunden werden, sondern erst nachträglich informiert werden sollen. Das entspricht nicht unserer Vorstellung von Demokratie und Mitwirkung. Die vollständige Pressemeldung können sie hier nachlesen.

Windkraft zum Anfassen – Begehung des Windparks „Vier Fichten“ bei Wächtersbach

Das Bündnis Windpark Winterstein lädt gemeinsam mit dem Landesnetzwerk der Energiegenossenschaften Hessen e.V. (LaNEG) am Samstag, dem 18. September, um 11 Uhr zu einer Begehung des Windparks „Vier Fichten“ bei Wächtersbach ein. Vom Autohaus am Ortseingang von Wächtersbach-Wittgenborn aus führt ein bequemer Fußweg in ca. einer Stunde zum Windpark. Eine PDF-Einladung mit weiteren Informationen und Karten zum Ausdrucken finden Sie hier.

Lage der 12 Windenergieanlagen des Windparks "Vier Fichten"

Jürgen Staab vom Landesnetzwerk der Energiegenossenschaften Hessen (LaNEG) wird vor Ort über den Windpark informieren. Die „schöne Gela“, ein Windrad der Energiegenossenschaft Main-Kinzigtal eG, darf – auch von innen – besichtigt werden. Der dortige Betriebsführer von der in Brachttal ansässigen Renertec GmbH wird dann einige Details zur im Windrad verbauten Technik erläutern. Auch Sprecher:innen vom Bündnis Windpark Winterstein werden aktuelle Informationen beisteuern. Anschließend geht es dann wieder zu Fuß zurück. Auch wenn der Aufenthalt im Freien stattfindet, sind natürlich die aktuellen Coronaregeln zu beachten. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich dieser Exkursion anzuschließen und sich über die Windenergienutzung zu informieren. Sicher erhalten wir neben den persönlichen Eindrücken auch viele Anregungen für den zukünftigen Windpark Winterstein. Für eine bessere Organisation bitten wir möglichst um Anmeldung unter querstellen-friedberg@t-online.de .