Termine des Friedberger Aktionsbündnisses:

Aktionstreffen jeweils am ersten Donnerstag im Monat:

(04. Oktober 2018: Treffen des Friedberger Aktionsbündnisses)
Dieses Treffen entfällt! Stattdessen rufen wir dazu auf, die Podiumsdiskussion von „Wetterau im Wandel“ im Theater Altes Hallenbad zu besuchen.

01. November 2018: Treffen des Friedberger Aktionsbündnisses
06. Dezember 2018: Treffen des Friedberger Aktionsbündnisses

Jeweils um 19.30 Uhr, Pastis, Haagstraße 41, 61169 Friedberg.
An einer Mitarbeit Interessierte sind herzlich willkommen.

Weitere Termine:

Mahnwachen in Friedberg:
Samstag, 29. September 2018, 11.00 – 12.00 Uhr (Kernzeit), am Elvis-Presley-Platz in Frieberg.
Danke für eure Teilnahme!
Weitere Aktionen werden kurzfristig angekündigt. Bitte Website, Presse und E-Mails beachten!

06. Oktober 2018: Großdemo am Hambacher Forst von Bund, Greenpeace, campact u.a.
07. Oktober 2018: Waldspaziergang mit Michael Zobel im Hambacher Forst

Back again!

Liebe Besucher*innen unserer Homepage,
nach 7 Jahren war unsere Website technisch veraltet und wurde deshalb auf einer aktuellen Plattform neu erstellt. Ältere Inhalte wollen wir schrittweise einfügen, damit die Website als ARCHIV unserer Aktivitäten erhalten bleibt. Die vollständige Umstellung wird sicher einige Zeit in Anspruch nehmen, weshalb wir um etwas Geduld bitten.
Wir haben die Gelegenheit genutzt, um die Website moderat zu aktualisieren. So haben wir unser Logo, das sich ohnehin im Laufe der Jahre schon verändert hatte, etwas angepasst und das Seitenlayout vereinfacht. Wir hoffen, dass Sie mit der neuen Gestaltung zufrieden sind. Unter der Kategorie AKTIONEN finden Sie alle jüngeren Aktivitäten und Berichte des Friedberger Aktionsbündnisses. Sowohl auf der START-Seite als auch unter TERMINE wollen wir in Zukunft verstärkt auf Aktionen anderer Gruppen aufmerksam machen und zu ihnen verlinken, damit Sie unsere Website als ständige Informationsquelle nutzen können. Wir wünschen weiterhin viel Spaß mit unserer BILDER-Galerie, die sich endlich wieder mit neuen Fotoreihen bestücken lässt. Außerdem haben wir die Kategorie GAST-BEITRÄGE eingeführt, um längere Beiträge zum Thema Energiewende – auch von Gästen – aufnehmen zu können. Selbstverständlich behalten wir uns eine Auswahl der Beiträge vor, denn auch sie sollen sich mit unseren wesentlichen Zielen decken, d. h. sich gegen Atom- und Kohleenergie querstellen, für den Klimaschutz und die Abkehr von der fossilen Energiewirtschaft eintreten und sich für den raschen Umstieg auf erneuerbare Energien einsetzen. Wer diese Grundüberzeugungen teilt, ist herzlich eingeladen, mit zur Diskussion beizutragen. Unter der Kategorie ÜBER UNS können Sie sich über unser Selbstverständnis und die Entstehung des Aktionsbündnisses informieren und unter MATERIAL stellen wir Informationen zum Downloaden für Sie bereit.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Erkunden unserer neuen Website!

Ergänzung zum Selbstverständnis

Liebe Leser*innen,
wesentliche Grundüberzeugungen unseres Aktionsbündnisses finden sich knapp und treffend in einem aktuellen Buch von Claudia Kemfert zusammengefasst, weshalb wir uns erlauben daraus einen Abschnitt zu zitieren. Claudia Kemfert ist eine renommierte Energie-, Klima- und Verkehrsexpertin, Beraterin in vielen umweltpolitischen Organisationen, hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, leitet die Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW Berlin) und ist Mitglied im Präsidium des Club of Rome.
Der Textauszug stammt aus ihrem Buch „Das fossile Imperium schlägt zurück“, das 2017 im Murmann-Verlag veröffentlicht wurde. Wir empfehlen Ihnen dringend die Lektüre dieses Buches, denn es leistet einen wichtigen Beitrag zum aktuellen Stand der Energiewende:

„Die Energiewende ist unausweichlich. Das Ende des fossilen Zeitalters und die Dekarbonisierung der Wirtschaft sind nicht mehr aufzuhalten. Genauso wenig wie wir unsere Wohnungen privat noch mit Kohleöfen heizen werden, wird man in einigen Jahrzehnten noch Strom in Kohlekraftwerken erzeugen. Die Kosten für die erneuerbaren Energien werden weiter sinken, die wirtschaftlichen Chancen sind enorm. Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien.
Die alles entscheidende Frage jedoch ist: Wie lange brauchen wir noch, um aus dieser Erkenntnis die Konsequenz zu ziehen und entschlossen zu handeln? Wie lange lassen wir uns auf dem Weg in eine andere Energiezukunft noch von der fossilen Industrie aufhalten? Wie lange hören wir uns die rückwärtsgewandten Argumente der alten Energiewelt noch an? Wie lange noch nehmen wir bei unserer Zukunftsplanung Rücksicht auf die ökonomischen Interessen der Konzerne von gestern? Wie viele Verzögerungen nehmen wir bei der Umstellung unserer Energieversorgung auf erneuerbare Energien in Kauf?
Je länger wir an der alten Energiewelt festhalten, desto teurer wird uns das zu stehen kommen. Denn genau wie jeder Tag, den wir mit der Umsetzung der Energiewende zögern, Gewinne in die Kassen der fossilen Industrie spült, wird uns jeder Tag, den wir ungenutzt verstreichen lassen, ein Vermögen kosten. Je länger wir warten, desto teurer kommt uns die Nutzung der dreckigen fossilen und der riskanten atomaren Energie zu stehen.
Wer seine Energiepolitik an den Interessen der fossilen Industrie ausrichtet und diese über die internationalen Klimaschutzziele stellt, nimmt mehr als kostspielige Umweltschäden und wirtschaftliche Schäden in Kauf. Denn wir steuern damit auch auf globalpolitischen Unfrieden zu. Unsere bisherige Energieversorgung und der energieintensive Lebensstil der Industrieländer gefährdet das ohnehin labile globale Gleichgewicht in vielerlei Hinsicht.“

Vgl. Claudia Kemfert: Das fossile Imperium schlägt zurück, Murmann Verlag, 2017, S. 123/124.

90 km lange Menschenkette

Eine 90 km lange Menschenkette zog sich am 25. Juni 2017 von Aachen über Maastricht, Lüttich, bis nach Tihange. 50.000 Teilnehmer*innen waren nötig, um diese weite Strecke zu überbrücken. Ziel der länderübergreifenden Aktion war es, gegen die pannenträchtigen Atomkraftwerke in Tihange und Doel zu protestieren, aber auch für das Abschalten aller anderen Atomkraftwerke einzutreten.
Die AKW Tihange 2 und Doel 3 in Belgien gelten als besonders unsicher. Bei Ultraschall-Untersuchungen wurden in den Reaktorbehältern Tausende von Rissen festgestellt, die sich zunehmend vergrößern. Die Reaktoren zeigten sich in den zurückliegenden Jahren außerdem als besonders störanfällig und mussten mehrfach notabgeschaltet werden. Trotzdem hat die belgische Regierung die Laufzeit dieser alten Reaktoren erneut verlängert.
Ausgehend von der Städteregion Aachen hatte daher ein breites Bündnis zu dieser KETTENREAKTION aufgerufen. Um die Zigtausende von Teilnehmer*innen einigermaßen gleichmäßig über die lange Strecke zu verteilen, wurden sie zu festgelegten Teilstrecken geleitet. Einige Eindrücke von km 42, wo sich Querstellen-Friedberg einreihte, sind unter BILDER zu finden.

Neckar castorfrei!

Noch immer laufen acht Atomkraftwerke und produzieren weiter Atommüll. Ganz nach dem Motto – „Irgendwo muss das Zeugs ja hin“ – wird in diesem Jahr wieder begonnen, Atommüll durchs Land zu transportieren. So ist EnBW gerade dabei, 15 Castoren per Schiff vom stillgelegten Atomkraftwerk Obrigheim zum 50 km entfernten Zwischenlager nach Neckarwestheim zu transportieren. Auf Schubleichtern werden jeweils 3 Castoren auf dem Neckar flussaufwärts geschoben. Ein recht abenteuerliches Verfahren durch eine dicht besiedelte Region.
Das Aktionsbündnis neckar-castorfrei ruft deshalb zu vielfältigen Protestaktionen auf. Querstellen-Friedberg war am 4. März auf der großen Kundgebung und Demonstration in Heilbronn und auch mit Kanus auf der Wasserdemo am 21. Mai bei Kirchheim. Ein kleiner „Fotoroman“ zur Bootsdemo ist unter BILDER zu finden.
Atommüll vermeiden, nicht verschieben! Statt Atommüll hin und her zu schieben, sollte EnBW lieber erst einmal seine beiden Atomkraftwerke in Neckarwestheim und Philippsburg abschalten. Deshalb werden wir uns auch zukünftig bei fragwürdigen und riskanten Atommüll-Transporten querstellen.
Genaue Informationen zum aktuellen Stand der Castortransporte auf dem Neckar gibt es unter www.neckar-castorfrei.de.

Weihnachtsgeschenke an die Atomkonzerne

Während sich 2017 wieder die Strompreise für uns Bürger*innen erhöhen, werden die Atomkonzerne von der Steuer befreit. „Querstellen-Friedberg“ fordert die Beibehaltung der Brennelemente-Steuer.

Selbstverständlich mussten bisher auch Atomkraftwerke Steuern bezahlen. Von der Bundesregierung war die sog. Brennelemente-Steuer eigens eingeführt worden, um einen Wettbewerbsvorteil der Atomkonzerne gegenüber kleinen Stromproduzenten zu verhindern. Diese Steuer, die bei jedem Wechsel der Brennelemente zu zahlen ist, wird ab 2017 komplett entfallen.
Zweifellos ein willkommenes Weihnachtsgeschenk für die Atomkonzerne. Schon 2016 gelang es den Kraftwerksbetreibern, durch geschicktes Verschieben des Brennelemente-Austauschs auf Anfang des kommenden Jahres, rund 700 Millionen Euro – immerhin 70% der üblichen Kosten – einzusparen. Bis 2020 werden sie weitere 5 bis 6 Milliarden Euro sparen. Mit diesen 6 Milliarden erhalten sie ziemlich genau den sog. „Risikoaufschlag“ zurück, den die Konzerne noch zu ihren 17 Milliarden in den öffentlichen Atommüll-Fond einzahlen müssen. Für gerade einmal 23 Milliarden kaufen sie sich komplett von der Entsorgung und Endlagerung des Atommülls frei. Wenn das kein Grund für die Aktionäre ist, an Silvester die Champagner-Korken knallen zu lassen! Das Atommüllproblem für die nächsten 100 000 Jahre übernimmt jetzt die Allgemeinheit und die Konzerne können wieder richtig Geld verdienen.
Mehr Informationen dazu in einem Artikel von Karen Warkall und Klaus Kissel unter Berichte.

Noch eine kleine Fußnote:
Querstellen-Friedberg gibt es jetzt bereits seit 2190 Tagen. In weiteren 2190 Tagen soll das letzte Atomkraftwerk in Deutschland abgeschaltet sein. Das schaffen wir doch auch noch!

FUKU5HIMA – TSCH30NOBYL


Mit diesem Großplakat beteiligen wir uns an der bundesweiten Aktion von .ausgestrahlt und erinnern an die Atomkatastrophen von Fukushima und Tschernobyl. Wir bedanken uns für die großzügigen Spenden, die dieses Plakat ermöglichten.

Unangenehme Dinge werden gerne verdrängt. Deshalb erinnern wir in Friedberg mit einem Großplakat am Kreisverkehr der kleinen Bahnunterführung (Haagstraße-Haingraben) an Fukushima und Tschernobyl.
Schon 30 Jahre liegt die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zurück und führte allen vor Augen, was unter „Restrisiko“ zu verstehen ist. Nicht nur Leben und Gesundheit der sog. Liquidatoren wurden zerstört, sondern Millionen von Menschen wurden radioaktiver Strahlung ausgesetzt. In Tschernobyl wurde zweihundertmal mehr Radioaktivität freigesetzt als durch die Atombomben von Hiroshima und Nagasaki. Die Älteren unter uns erinnern sich noch an die unsichtbare Bedrohung, die auch uns heimsuchte und über die nur scheibchenweise informiert wurde. Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten durfte nicht mehr verzehrt werden, Kinder mussten in den Häusern bleiben und der Sandkasten wurde zur „Sperrzone“ erklärt. Riesige Gebiete in Europa wurden durch die Katastrophe mit Cäsium kontaminiert und sind es heute noch immer.
Und wie geht es weiter? Auch die neue, rund 1 Milliarde € teure Schutzhülle, die über den alten, inzwischen brüchigen Sarkophag des havarierten Atommeilers gelegt werden soll, ist nur für 100 Jahre angelegt und bietet keinen abschließenden Schutz.
Fukushima liegt nur 5 Jahre zurück. Dort sind die Auswirkungen der Katastrophe noch weitaus größer. Auch heute noch fließt radioaktiv verseuchtes Wasser unkontrolliert ins Meer. Der gesamte pazifische Ozean ist bereits jetzt radioaktiv kontaminiert. Niemand kann sagen, in welchem Zustand die geschmolzenen Reaktorkerne sind und wie sie geborgen werden können. Weit mehr als eine Generation wird für den „Rückbau“ veranschlagt.
Die bei Dekontaminierungsmaßnahmen in der Region abgetragene Erde lagert in Plastiksäcken auf öffentlichen Plätzen oder unmittelbar vor den Häusern. Allein in der Präfektur Fukushima stapeln sich diese strahlenden Plastiksäcke an mehr als 50 000 Plätzen. Insgesamt müssen rund 30 Millionen Tonnen Strahlenmüll langfristig sicher gelagert werden. Fukushima wird nicht nur Japan, sondern auch uns noch lange beschäftigen.
Mit Sorge schauen inzwischen viele auch auf das marode Atomkraftwerk Tihange in Belgien. Es gehört zu den ältesten Atomkraftwerken Europas und weist tausende feine Risse im Reaktorbehälter auf. Gänzlich unvorstellbar sind die Folgen einer Havarie mitten im dicht besiedelten Europa.
Nach Tschernobyl und Fukushima und zahlreichen Beinah-Katastrophen ist deutlich geworden, dass das Atomrisiko nicht nur rechnerisch besteht, sondern sehr real Mensch und Umwelt bedroht. Aus diesem Grund treten wir für mehr Tempo beim Atomausstieg und bei der Energiewende ein.
Muss denn eine noch größere Katastrophe geschehen, bis wir endlich konsequent und rasch auf erneuerbare Energien umsteigen? Leider gibt es noch immer Politiker – auch hier bei uns in Friedberg und der Wetterau -, die in einer unseligen Allianz die Energiewende blockieren. (Vgl. unsere Beiträge zur Kommunalwahl.)
Der Atomausstieg ist in Deutschland noch lange nicht vollzogen. Noch immer laufen acht Atomkraftwerke und produzieren weiterhin Atommüll, für dessen Lagerung keine Lösung in Sicht ist. Noch immer verdienen die großen Atomkonzerne am hochsubventionierten Atomstrom. Systematisch versuchen sie ihre Verantwortung für die Endlagerung des Atommülls auf die Allgemeinheit abzuwälzen. Für ihre verantwortungslose Politik werden sie 2017 sogar noch zusätzlich dadurch belohnt, dass die Steuer für Brennelemente entfällt. Sicher ein netter Anreiz, die Atomkraftwerke noch möglichst lange laufen zu lassen.
Am 12. März 2016 ist das Aktionsbündnis von 10-13 Uhr mit einem Infostand in Friedberg auf der „Kleinen Freiheit“ (Ecke Wolfengasse/Kaiserstraße) und zeigt Plakate über Fukushima und Tschernobyl. Ausführliches Infomaterial zum Mitnehmen liegt bereit und auf einer Unterschriftenliste kann man gegen die Streichung der Brennelemente-Steuer protestieren.

Unser Selbstverständnis

Liebe BesucherInnen unserer Homepage!
Das Friedberger Aktionsbündnis – Wir stellen uns quer wurde Ende 2010 als Reaktion auf die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke gegründet. Auch in Friedberg und der Wetterau wollten wir gegen die Atompolitik der schwarz-gelben Bundesregierung protestieren und uns den zahlreichen Anti-Atom-Gruppen in der Bundesrepublik anschließen. Unsere ersten Aktionen richteten sich im Dezember 2010 und Februar 2011 gegen die Castor-Transporte nach Lubmin und traten für den sofortigen Atomausstieg ein. Neben diesen lokalen Aktionen in Friedberg und Bad Nauheim mobilisierten wir auch für die bundesweite Großdemonstration in Stuttgart, um gemeinsam mit der Anti-Atom-Bewegung die Bundesregierung zu zwingen, den Beschluss zur Laufzeitverlängerung zurückzunehmen und die Atomkraftwerke abzuschalten. (Vgl. Berichte und Fotos.) Es bedurfte bedauerlicherweise der Katastrophe am 11. März 2011 in Fukushima, damit die Bundesregierung endlich ihren eklatanten Fehler erkannte und nicht zuletzt aus Furcht vor dem Machtverlust in letzter Minute eine Kehrtwende vollzog. Das Friedberger Aktionsbündnis begrüßt das sofortige Abschalten der ältesten Reaktoren, ist sich aber gleichzeitig darüber bewusst, dass der Ausstiegsbeschluss eine „Mogelpackung“ ist, denn viele Atomkraftwerke sollen jetzt sogar noch länger laufen als schon von der rot-grünen Bundesregierung beschlossen worden war. Laufzeiten bis 2022 und die weitere Produktion von geschätzten 2,5 Millionen kg hochradioaktivem Atommüll stellen ein unverantwortliches Risiko dar und können von uns nicht akzeptiert werden.
Wir setzen unsere Aktivitäten aber auch deshalb fort, weil bis zum Abschalttermin des letzten Atomkraftwerks sicher noch mit einigen Versuchen zu rechnen ist, den Ausstiegsbeschluss ein weiteres Mal rückgängig zu machen. Wir wollen auch zukünftigen Regierungen jegliche Lust auf solche Versuche nehmen.
Allerdings will sich das Friedberger Aktionsbündnis nicht damit begnügen, lediglich den sofortigen Atomausstieg zu fordern, sondern wir wollen uns in Zukunft auch verstärkt für eine beschleunigte Energiewende vor Ort einsetzen. Wir treten dafür ein, die Energieversorgung in der Wetterau schnellstmöglich und vollständig auf erneuerbare Energie umzustellen.
Wir würden uns freuen, wenn auch Sie sich für dieses Ziel engagieren und sich an unseren Aktionen beteiligen würden. Das Friedberger Aktionsbündnis lädt Sie herzlich dazu ein.

Für das Friedberger Aktionsbündnis
Christa Knoke-Wilhelm
Hans-Dieter Wagner

Wer wir sind

Im Friedberger Aktionsbündnis haben sich die unterschiedlichsten Menschen zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen die aktuelle Atompolitik zu protestieren.
Das Friedberger Aktionsbündnis ist überparteilich, denn wir wollen auch politisch nicht organisierten Menschen eine Möglichkeit bieten, sich gemeinsam mit anderen zu artikulieren. Alle DemokratInnen, die unseren Aktionskonsens unterstützen, sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Wir sind offen für Menschen aller politischen Gruppierungen. Eine Unterstützung von Parteien und anderen Organisationen mit gleichen oder ähnlichen Zielen ist willkommen, solange dadurch die Überparteilichkeit nicht gefährdet wird.
Ausdrücklich unerwünscht ist jedoch die Mitarbeit von Rechtsextremen.

Unser Aktionskonsens

Aus Verantwortung für uns selbst und zukünftige Generationen lehnt das Friedberger Aktionsbündnis die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken ab. Es setzt sich für einen sofortigen Atomausstieg und einen Wechsel zur regenerativen Energiegewinnung ein. Wir wollen die Anti-Atomkraft-Bewegung auch in unserer Region stärken und mit vielfältigen Protestformen für eine Änderung der gegenwärtigen Atom- und Energiepolitik eintreten.
Angesichts der Dreistigkeit der derzeitigen Bundesregierung sind wir auch zu Aktionen zivilen Ungehorsams bereit, um die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft zum Überdenken ihrer Positionen zu ermuntern. Alle von uns ausgehenden Aktionen werden gewaltfrei sein, denn wir streiten für eine sichere, friedliche, demokratische und lebenswerte Zukunft. Dieses Ziel bestimmt auch unser Handeln. Niemand soll durch uns in Gefahr geraten oder verletzt werden. Jeder Einzelne entscheidet selbstverantwortlich, an welchen Aktionsformen er sich beteiligt. Unser Protest soll bunt, vielfältig und fröhlich sein. Mit Fantasie und Kreativität, aber auch mit Nachdruck und Entschlossenheit werden wir uns zu Wort melden. Alle Personen oder Gruppen, die diesen Aktionskonsens akzeptieren, sind herzlich willkommen.
(Friedberg/Hessen, 12.01.2011)